Titanfall 2 im Test – so spielt sich die Kampfmaschine in die Herzen der Gamer

Bereits die erste Titanfall-Version erwies sich als recht gute Multiplayer-Shooter-Version. Doch „Titanfall 2“ legt noch eine ganze Schippe drauf. Das Game aus dem Hause Respawn Entertainment verspricht Action pur – und hat sinnvolle Neuerungen und überzeugende Solokampagnen im Gepäck. Grund genug, das Actionspiel für die PS4, Xbox One und den PC genauer unter die Lupe zu nehmen.

Diese Neuerungen bietet Titanfall 2

Blicken wir auf März 2014 zurück. Damals wurde Titanfall 1 veröffentlicht und erhielt auch positive Kritiken. Doch der Traum vom Shooter-Olymp war schnell ausgeträumt. Nun möchten es die Kalifornier noch einmal wissen und sagen keinen geringeren Werken als den aktuell erscheinenden „Battlefield 1“ oder „Call of Duty – Infinite Warfare“ den Kampf an. In petto haben die Macher ihr altbewährtes Multiplayerkonzept und neue Einzelspielerkampagnen.
 

 
Inhaltlich überrascht das Buddy-Videospiel nur wenig. Dafür punktet das neue Werk von Respawn Entertainment mit einigen Missionen, die durchaus ein Spiel wert sind. Denn die Anbieter setzen auf die bewährte Shootermechanik, die aus einer Kombination schneller Akrobatik und wuchtigen Waffengefechten besteht. Spieler schlittern in Windeseile auf ihre Gegner zu oder befördern sich in Bruchteilen von Sekunden in die Luft. Weitere Highlights sind versteckte Umgebungsrätsel und realitätsgetreue Schauplätze. Dieser Teil der Grafik macht Spaß. Im Gegenzug fällt jedoch auf, dass Bosskämpfe nur eindimensional erscheinen und sich der grafische Abwechslungsreichtum erst im letzten Drittel des Spiels entfaltet. Fortgeschrittene Funktionen entwickeln sich erst im Laufe des Spiels – doch dadurch wartet das Game immer wieder mit neuen Überraschungen auf.

Die Handlung des Spiels

Gamer schlüpfen in die Rolle des Klasse 3-Schützen Jack Cooper. Der Protagonist setzt sich mit geballter Kraft für die Miliz ein, würde aber viel lieber als Pilot eines Titan-Kampfroboters agieren. Doch Jack muss nicht lange warten, bis dieser Wunsch in Erfüllung geht. Nachdem sein Mentor und Vorgesetzter Captain Lastimosa das Zeitliche gesegnet hat, muss er über die Kontrolle über den Titanen BT-7274 übernehmen. Die Aufgabe der beiden ist es, vom Planeten Typhon zu fliehen und die Interstellar Manufacturing Corporation, die IMC, zu bekämpfen. Wie es scheint, bewachen deren Truppen geheimnisvolle Forschungsanlagen, die der Miliz heftig schaden könnten.

Titanfall 2- Test

Titanfall Screenshot 1
Die Story des Games ist nicht darauf ausgelegt, in Soldatenklassen zu spielen. Spieler verleihen Ihrem Charakter die unterschiedlichsten Eigenschaften, indem Hilfsmittel oder die richtige Bewaffnung festgelegt werden. Wer seinen Charakter mit einem Kletterhaken oder einer Tarnfunktion ausstatten möchte, hat an „Titanfall 2“ gewiss seine Freude. Auch Anpassungen an Maps oder Experimente mit dem eigenen Loadout lassen Spaß am Spiel aufkommen. Ein weiteres pikantes Detail: immer mehr Waffenfunktionen werden freigeschalten, je häufiger Kriegsgeräte genutzt werden.
Überzeugt „Titanfall 2“ in der Kampagne auf nahezu ganzer Linie, besteht beim Spielerlebnis im Online-Multiplayer Verbesserungsbedarf. Hier fällt auf, dass die Spielentwickler zwar auf deutlich mehr Abwechslung und Umfang setzen. Doch letztendlich basieren Modi wie „Kopfgeld“ oder „Titan vs. Titan“ alle auf einem Prinzip: in den meisten Playlists werden Titanen durch ein Erreichen von Missionszielen und Abschüsse herbeigerufen. Der einzige abweichende Modus ist „Pilot vs. Pilot“ – doch hier scheint Respawn Entertainment deutlich von „Call of Duty“ abgeschaut zu haben.
Doch es nicht alles schlecht, was bei „Titanfall 2“ online gespielt wird. Wer koordinierte Einsätze der Titanen erfolgreich beenden möchte, wird dies auch tun. Beeindruckend sind die Konter der Piloten, die den XXL-Mechs als Widersachern dynamisch die Batterien entreißen oder Granaten in ihr Innenleben werfen. Ein neues und gut durchdachtes Detail: durch Akkus kann die Lebenszeit eigener Roboter verlängert werden. Fesselnd sind zweifelsohne die Kämpfe mit anderen Spielern, die im Vergleich zum Vorgänger-Game deutlich an Tempo zugelegt haben. Diese Features sind deutlich besser gelungen als die eindimensionalen Bosskämpfe und die Story, die einfach zu durchschaubar ist. Die wahre Klasse von „Titanfall 2“ unterstreichen jedoch der vielfältige Mehrspielermodus oder die geniale Solokampagne.

Unser Fazit zu Titanfall 2

Titanfall Screenshot 2Bei „Titanfall 2“ wird deutlich: der Entwickler hat mit diesem Spiel in vielerlei Hinsicht auf die richtigen Karten gesetzt. Die Einzelspielerkampagne spielt sich beinahe wie von allein. Viele Details sind gut durchdacht. Bei der kompletten Geschichte und den Charakteren besteht deutlicher Verbesserungsbedarf. Denn mit seinen einfallsreichen Umgebungsrätseln, mitreißenden Kämpfen und genialen Missionen landet der Shooter häufig einen Volltreffer. Onlineoptionen knüpfen nahtlos an den Spielfluss des Vorgängerspiels an, sind aber noch wesentlich umfangreicher und vielschichtiger. Alles in allem: „Titanfall 2“ ist eine deutliche Weiterentwicklung zu „Titanfall 1“, die Actionspiel-Begeisterten so manch unterhaltsame Stunde bescheren wird.

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