Dead Island: Epidemic Koop Test & Review

Dead Island: Epidemic Koop Test & Review für PC

Dead Island: Epidemic

Dead Island: Epidemic Koop Test & Review Co-Op Informationen (PC)

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Dead Island: Epidemic Koop Test & Review Co-Op Extras (PC)

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Trailer & Screenshots zu Dead Island: Epidemic Koop Test & Review


Bitte was?

Es soll ja Gerüchten zufolge noch immer Menschen geben die nicht wissen was ein MOBA ist. MOBA steht für „Multiplayer online Battle Arena“. Gemeint ist somit ein Spiel, bei dem sich Spieler gegenseitig verkloppen. Bekannt wurde das Genre vor allem durch die Warcraft 3 Modifikation „Defence of the Ancients“, welche von Valve eine Neuauflage erhalten hat, sowie League of Legends.

Frischer Wind

Der große Unterschied zum bewährten Dota-Spielmodell: Auf einer großen Map treten drei Teams zu je vier Spielern gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es Vorräte zu sammeln. Diese werden sporadisch von niedergeballerten Zombies fallen gelassen, oder durch eroberte Kontrollpunkte generiert. Ab und an taucht zudem ein Über-Zombie auf, dessen Ableben eine Menge der begehrten Kisten freigibt. Schleppt ein Spieler jedoch mehr als 50 Vorräte mit sich herum ist er auf der Minimap sichtbar und bewegt sich zudem mit verringerter Geschwindigkeit. Daher sollte man regelmäßig den teameigenen Truck aufsuchen um einzuzahlen.

Neben dem PvP-Modus gibt es zudem einen Horde Modus, in welchem 4 Spieler sich durch eine Horde Zombie kämpfen, Punkte verteidigen und am Ende einen Boss besiegen müssen.

Am Ende jedes Spiels gibt es Punkte, die für neue Blaupausen, Waffen, Materialen und Charaktere ausgegeben werden können. Zudem steigt der gespielte Charakter im Level auf und erhält neue Fertigkeiten sowie Perks für ebendiese.

Charakter Recycling

Von jedem Charakter gibt es drei Ausführungen – Normal, Armored und Mutated. Jede Form muss separat freigeschaltet werden, besitzt aber auch komplett andere Fertigkeiten.
Allgemein ist die zum aktuellen Zeitpunkt vorliegende Charakterauswahl stark begrenzt, und das gleiche Modell in jeweils drei verschiedene „Kostüme“ zu packen tröstet darüber kaum hinweg. Es bleibt abzuwarten was sich hier noch verändern wird.

Dead Island: Epidemic im Co-Op: Zusammenspiel

Bevor man sich für einen Spielmodus entscheidet kann man einfach seine Steam Freunde in eine Gruppe einladen um anschließend gemütlich zusammen zu Zocken. Dies gewährt zwar keine besonderen Boni, ist aber eigentlich immer angenehmer als mit zufälligen Teammitgliedern zu spielen.

Unterm Strich

Durch die fehlenden Items welche in einer Runde erworben werden können um die Charakterwerte zu verbessern fehlt ein gewisser taktischer Tiefgang – wir haben einen Charakter, rüsten ihn vor dem Spiel aus und fertig. Jedoch ist der Scavenger Modus, in welchem 3 Teams gegeneinander antreten eine gelungene Erfrischung und Abwechslung.

Nichts desto trotz wird aus „Dead Island Epidemic“ wohl kaum ein ESL-fähiges Spiel, aber das braucht es auch gar nicht. Es ist eine Kleinigkeit für zwischendurch und kann in ebendiesen Situationen auch Spaß machen. Die Langzeitmotivation wird sich jedoch gerade für Spieler mit höheren Ansprüchen an das Spielsystem eher nicht halten können.

Test zu Dead Island: Epidemic

Zwei aktuelle Kulterscheinungen

Zombies sind ja schon seit einiger Zeit in aller Munde. Und sein wir mal ehrlich, wer hegt keine Sympathie für die drolligen Gestalten mit dem unstillbaren Hunger nach menschlichem Fleisch? Zugegeben, auf dem roten Teppich würde man sich eher ungerne mit ihnen zeigen, aber kaum eine Gestalt schreit mehr „LEG MICH UM! MACH MICH PLATT“ als die auseinanderfallenden Wiedergänger.

Ebenso sind derzeit MOBA’s unter Spielern mit einem Hang zum PvP sehr beliebt – Dota 2 und League of Legends dürften wohl die größten Zugpferde dieses Genres sein, und kaum ein Entwickler oder Lizenzbesitzer lässt die Chance aus seine Marke in einem MOBA umzusetzen.

Deep Sliver, Entwickler von Dead Island, nahm diese Chance wahr um Zombie und MOBA zu vereinen – wenn auch nicht im Stil den Dota oder LoL Spieler vielleicht gewohnt sind.

Twin Stick Action

Beim Starten des Spiels wird man zunächst gefragt ob man das Tutorial spielen möchte. In diesem erhalten wir Kontrolle über den Charakter Berg, einem zwei Meter großem Holzfäller, der schon so aussieht als habe er die Rolle eines Tanks inne.

Beim erlernen des ersten Skills wird klar, das Deep Silver mit Dead Island Epidemic eine etwas selbstironische Schiene fährt: Berg schmeißt einen Baumstamm ins zuvor gewählte Gebiet und stunnt alle Gegner in Reichweite.

Die Steuerung unterscheidet sich übrigens erheblich von dem, was MOBA-Fans gewohnt sind. Zwar ist die typische Draufsicht bekannt, gesteuert wird jedoch mit WASD. Mit der Maus bestimmen wir Blick- und Schlagrichtung des Charakters. Mit einem Druck auf C wechseln wir zwischen einer Nahkampf- und einer Fernkampfwaffe.

Diese Steuerung erinnert an Twin-Stick Titel für Konsolen, ob jedoch noch eine Controllersteuerung implementiert wird ist derzeit nicht bekannt.

Die Qual der Wahl

Nach dem Tutorial erhalten wir unsere ersten 2150 Punkte zum freischalten eines Charakters. Zufälligerweise kosten die drei anderen Startercharaktere jeweils genau diese Summe. Zur Auswahl stehen der fernkampforientierte Bryce, die Nahkämpferin Isys und die Heilerin Amber.

Uns fällt dabei auf das derzeit nur 4 Charaktere zur Auswahl stehen, welche in drei verschiedenen Variationen angeboten werden. Die Kategorie „ Armored“ und „Infected“ verpasst den Charakteren ein abgewandeltes aussehen und komplett neue Skills. Dafür schlagen „Armored“ Charaktere auch mit über 4000, „Infected“ mit über 9000 Punkten zu Buche. Da man nach einem Spiel nur 100-150 Punkte erhält heißt es: sparen, sparen, sparen.

Zombies überall!

Zur Auswahl stehen zwei Spielmodi, welche mit einer Gruppe aus bis zu 4 Spielern angegangen werden können. Reiht man sich alleine in die Warteschlange ein, wird man mit zufälligen anderen Spielern zusammengebracht.

Die Teamfindung scheint dabei intelligenter weise dafür zu sorgen, dass ein ausgeglichenes Team entsteht. Wir hatten beinahe immer eine Heilerin an unserer Seite.

Im Horde Modus muss sich die Gruppe durch Horden von Untoten kämpfen, Kontrollpunkte einnehmen, diese verteidigen und weiter vorstoßen, bis sie am Ende einem fetten Boss gegenübersteht. Mit Rund 25000 HP sind diese Bosse nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da man selbst mit normalen Angriffen meist nicht mehr als 60-70 Schaden macht.

Dieser Modus hält 3 verschiedene Maps bereit, von denen bei Spielbeginn zufällig eine ausgewählt wird. Hat man einen Charakter frisch freigeschaltet ist es aber zu empfehlen zuerst ein paar mal die „easy“ Variante des Modus zu spielen, da der Charakter seinen dritten und vierten Skill erst auf Charakterlevel 3 erlernt. Sich also direkt in PvP zu stürzen wird lediglich frustrierend für einen selbst und sein Team enden.

Auf Dauer stellt sich in diesem Modus jedoch eine gewisse Monotonie ein. Die Bosse mögen zwar schick in Szene gesetzt sein, der Weg dahin bietet jedoch alles andere als viel Abwechslung.

Der PvP-Modus des Spiels benötigt 12 Spieler, aufgeteilt in 3 Teams. Wer eine typische 3-Lane Map mit Creepspawn und Towern erwartet dürfte bereits jetzt bemerken, dass es hier etwas anders läuft.

Alle drei Teams kämpfen sich zunächst durch Barrieren und vorbei an Zombiehorden auf die eigentliche Map vor, von denen es auch hier drei verschiedene gibt. Dort wartet für jedes der drei Team ein Truck, welche mit Vorräten beladen werden muss. Vorräte werden teilweise von besiegten Zombies fallen gelassen, Hauptaugenmerk sollten jedoch die Kontrollpunkte sein. Einen solchen zu Erobern setzt das besiegen einer großen Menge spawnender Zombies voraus, von denen einige mehr können als nur mit ausgestreckten Armen in unsere Richtung zu laufen.

Hat man einen Punkt, generiert dieser regelmäßig Vorräte für das Team. Da man jedoch nicht allein ist wird man diese Punkte gegen feindliche Teams verteidigen müssen und endet im schlimmsten Fall sogar zwischen den Fronten der beiden anderen Teams.

Eine andere Möglichkeit Vorräte zu sammeln ist das Besiegen von regelmäßig spawnenden Über-Mobs, welche bei ihrem Ableben eine große Ladung Ressourcen fallen lassen. Diese müssen dann schnellstens zum Truck gebracht werden, stirbt man nämlich werden alle Kisten fallen gelassen und können von jedem anderen Spieler gelootet werden. Damit nicht genug: Trägt ein Spieler mehr als 50 Vorräte bei sich verringert sich seine Bewegungsgeschwindigkeit und er wird für die anderen Spieler als kleiner Stern auf der Minimap sichtbar!

Ein gewisses Maß von Koordination ist sowohl bei der Übernahme von Kontrollpunkten als auch beim Kampf von Nutzen. Wir waren beispielsweise sehr begeistert als ein anderer Charakter seinen Ultimate, einen kleinen Tornado in dem Haie herumgewirbelt wurden (Bonuspunkt an den Entwickler für diese geniale Referenz!) zwischen die Gegner gesetzt und sie somit bewegungsunfähig gemacht hat. Wir als Fernkämpfer konnten somit unbehelligt auf die sich windenden Feinde ballern und einen Double-Kill mit nach Hause nehmen.

Hat ein Team gewonnen verlassen die Spieler aus diesem das Spiel, ihre Kontrollpunkte werden neutral und die beiden verbleibenden Teams kämpfen um den zweiten Platz.

Belohnungen und Item-Crafting

Nach einem Spiel erhält man Materialen, Münzen, Punkte zum freischalten eines neuen Charakters, Erfahrungspunkte für den Account und den gespielten Charakter sowie ab und an eine Blaupause.

Hat man im PvP Modus gewonnen oder den zweiten Platz belegt erhält man eine weitere Belohnung, mit ein paar gut gemeinten Münzen und Materialen obendrauf.

Mit steigendem Charakterlevel schalten sich nicht nur neue Skills, sondern auch Perks für die Skills frei, welche neue Effekte offenbaren und den Charakter letztlich stärker machen. Jede Waffe levelt zudem individuell und erhält zusätzlich Level-Ups, welche sie stärker werden lässt.

Waffen können mittels Blaupausen hergestellt werden. Dafür werden Materialen benötigt, die nach Spielen gefunden werden können. Hat man nicht genug kann man sie aber auch einfach nachkaufen.

Jede Waffengattung hat dabei einen anderen Rechtklickskill, welcher durch verwenden von mehreren Linksklicks aufgeladen wird. Schrotflinten entfesseln einen starken Streuschuss, Pistolen einen hocheffizienten Einzelschuss. Dabei hat jede Waffe unterschiedliche Werte für Schaden, Angriffsgeschwindigkeit, kritische Trefferchance und so weiter.

Fazit

Dead Island Epidemic versucht zweifellos etwas vom großen Kuchen des MOBA-Genres abzugreifen, wie schon so viele Marken davor. Dabei geht es allerdings in seinem kompetitivem Modus etwas anders vor und kopiert nicht einfach das aus Dota 2 und League of Legends bekannte Spielprinzip.

Da das Spiel noch in der geschlossenen Beta ist verzeihen wir die bislang maue Charakterauswahl. Dennoch dauert es verflucht lange neue Charaktere freizuschalten. Darüber hinaus machen die Bosse im Horde-Modus zwar Spaß, jedoch wird der Levelaufbau an sich schnell eintönig.

Klares Hauptaugenmerk ist hier der kompetitive Modus, der sich erfrischend neu gestaltet. Ob sich das Spiel behaupten kann steht und fällt letztlich mit der Charaktervielfakt, vom Prinzip her hat es aber zumindest für kurzweilige Unterhaltung echtes Potenzial. Durch das Fehlen von Itembuilds wird es in der eSport Szene aber eher keinen Eingang finden, dafür ist das Gameplay dann doch nicht taktisch und tiefgreifend genug.

Grafik
80 / 100
Positiv Negativ
Der comichafte Stil und die detailierte Umgebung sind schön und zeitlos umgesetzt. Dem Genre entsprechend kein hochauflösendes Grafikwunder. Darüber hinaus dürfte der Comicstil nicht jedermanns Sache sein.
Sound
67 / 100
Positiv Negativ
Alle Effekte des Spiels sind passend vertont. Die 2-3 Tracks die es im Spiel gibt gehen einem nach einiger Zeit gewaltig auf den Keks.
Co-Op Aspekt
100 / 100
Positiv Negativ
Gezieltes Zusammenspiel und die Nutzung der Synergie zwischen gewissen Fähigkeiten kann die Erfolgsrate exponentiell steigern. Mit Freunden und Bekannten spielt es sich grundsätzlich leichter als mit Fremden. Nichts.
Spielspaß
83 / 100
Positiv Negativ
Leicht erlenbare und gut zu verdauende MOBA-Kost, ideal für Spieler denen Dota 2 und League of Legends zu anspruchsvoll sind und die einfach eine gediegene Klopperei zwischendurch bevorzugen. Der innovative Spielmodus macht Spaß und erfordert nichts desto weniger ein gewisses Maß an Mapübersicht und Planung. Die Charaktere haben spaßige Skills und teilweise gut synergierende Fähigkeiten. Tiefgreifendes Gameplay und taktische Finesse ist nicht so ausgereift wie bei den beiden Marktführern, die Charakterauswahl ist noch stark begrenzt und der Horde Modus wird schnell langweilig.

Minimale Systemanforderungen

Windows: Windows 7 SP1
CPU: Intel Core 2 Duo 1.8 Ghz
Grafikkarte: NVIDIA GeForce 8800GT oder Radeon HD 3870
RAM: 2 GB
Freier Speicherplatz: 3 GB
Minimale Auflösung: 1024×768

 

Empfohlene Systemanforderungen

Windows: Windows 7 SP1 oder besser
CPU: Intel Core i5-2300 oder besser
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 660 oder Radeon HD 7870
RAM: 4 GB

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